Version vom 01.10.02

1. Bild Abend Alfreds Wohnung
Ein Zimmer - leer bis auf einige verhüllte Möbelstücke. Auf dem Boden liegt ein Toter. Neben ihm steht ein Mann, von dem nur das Profil zu erahnen ist. Der Mann geht zum Fenster. Sein Blick geht über einen Hinterhof zu den beleuchteten Fenstern des Ateliers von gegenüber. Er fokussiert immer präziser die Vorgänge im Atelier.

2. Bild Nacht Atelier
Dort arbeitet ein freakiges, gut situiertes Künstlerpaar in den letzten Zügen an einer Kunstleiche, die wie ein Folteropfer aussieht. Im Raum liegen Utensilien und Materialien für den Leichenbau. An einem Metallbord an der Wand hängen Vorlagenfotos von verstümmelten Leichenteilen, eine visuelle Bauanleitung für die Leiche.

3. Bild Nacht Atelier
Frauenhände nehmen den Gipsabdruck der Schulter eines Mannes. Die Hände einer Frau und eines Mannes ziehen einen Latexabdruck aus einer Gipsform. Männerhände kleben Latexhaut auf. Frauenhände kleben Haare auf die Latexhaut. Echtes Fleisch wird verätzt. Die Hände eines Mannes schneiden ins Latex und unterfüttern es mit Schaumstoff. Ein Schnitt in echtes Fleisch wird gesetzt. Eine Männerhand besprüht mit Airbrush die Latexhaut. MIGUEL (35, Maskenbildner) airbrushed am Fuß, JOLANDA (31, Bildhauerin) pinselt an Details am Kopf des Kunstobjekts. Jolanda legt ihr Handy zur Seite, winkt Miguel zu, der per Kopfhörer während dem Arbeiten laut Musik hört. Er nimmt einen Hörer vom Ohr.
JOLANDA (jubelnd) zu Miguel:
„Sehr geil, ich stelle in Paris aus!"
MIGUEL: „Wow, Baby! Bin auch gleich fertig."
Miguel lächelt kurz, wirft ihr einen Kuss zu und stößt auf ihren Erfolg mit einer halb gelehrten Bierflasche an. Dann widmet er sich wieder seiner Arbeit.

4. Bild Spätnachmittag Atelier
Das aufgeräumte Atelier. Im Raum stehen Statuen, Plastiken und Masken, Utensilien und Materialien für den Leichenbau. Die aufgebahrt Leiche ist zugedeckt. Jolanda betritt Atelier. Sie schreckt vor dem Gestank zurück.
JOLANDA:
„Buh, ekelig."
Jolanda geht zum Fenster und öffnet es. Sie geht dann Grausames ahnend zur Leiche. Vorsichtig berührt sie die Hand, die unter der Abdeckung hervor guckt. Sie schreckt mit Entsetzen im Gesicht zurück und stößt einen erstickten Schrei aus. Jolanda schaut sich panisch um, holt ihr Handy aus ihrer Manteltasche und wählt die Nummer der Polizei (Wählgeräusch). Sie wartet lediglich das erste Freizeichen ab, entscheidet sich schnell auf zu legen. Sie wählt erneut und wartet unruhig bis der AB angeht.
Handystimme MIGUEL:
„Nachrichten nach dem Beep bitte."
Piepton.
JOLANDA (mit zugeschnürter Kehle):
„Du musst sofort hierher kommen, Miguel. ... hier wird, ... komm sofort her!"
Während sie spricht, geht Jolandas Blick langsam in Richtung Leiche. Dann starrt sie entsetzt auf das Handy und schaltet es ab.
JOLANDA:
„Shit!"

5. Bild Spätnachmittag Atelier
(OFF Türaufschliessen) Miguel kommt gut gelaunt ins Atelier. Jolanda sitzt zusammengekauert.
MIGUEL (stutzt):
„Was ist denn mit dir passiert?"
JOLANDA (schreit):
„Da...liegt 'n Toter."
MIGUEL (versteht nichts, riecht es aber, scherzt):
„Ah...ja, männlich, 1,75, blond ..."
Dabei geht er auf sie zu.
JOLANDA (explodiert, wird handgreiflich, das Handy fällt runter): „Hör auf ...!"
Miguel drückt sie zur Beruhigung an die Wand. Tränen brechen aus ihr heraus, sie legt die Hände vors Gesicht und schluchzt. Miguel geht langsam auf die bedeckte Leiche zu. Er schlägt das Laken zur Hälfte zurück und weicht entsetzt einen Schritt nach hinten. Jolanda folgt zögernd.
MIGUEL (lässt die Kinnlade klappen. Er erstarrt, kommt dann wieder zu sich):
„Oh mein Gott ..."
JOLANDA (gefasster):
„Und jetzt?"
Sie gucken sich an. Der markerschütternde Schrei der Türklingel ertönt. Die beiden zucken erschreckt zusammen.
JOLANDA (definitiv):
„Wir sind nicht da!"
Miguel schüttelt apathisch den Kopf. Es klopft an die Tür.
ALFRED (OFF von draußen):
„Hallo, hallo? Miguel, ... ich weiß, dass du da bist. "
MIGUEL (fängt sich):
„Hört sich an wie Alfred."
JOLANDA:
„Oh Gott, nicht jetzt dieser Widerling."
Jolanda geht zur Tür.

6. Bild Spätnachmittag Atelier
ALFRED (Mitte dreißig, weltmännisch, elegant) steht hinter der Tür, die Jolanda von innen öffnet.
ALFRED (unerfreut):
„Na wie geht's? Ich hab' gesehen, dass Miguel gerade nach Hause gekommen ist. War gerade bei Kryolan und hab ihm Blut mitgebracht."
Alfred trägt feine Lederhandschuhe als er Jolanda die Flasche in die Hand drückt. Er zieht seine Handschuhe im Reinkommen begriffen aus und schlägt sie in die offene Hand, doch Jolanda versperrt ihm den Weg.
ALFRED (spielt irritiert):
"Iss was?"
JOLANDA (bestimmt):
„Iss grad nicht der richtige Augenblick. Wir haben hier ein paar Sachen zu bereden..."
ALFRED (dies zur Kenntnis nehmend, grinst):
„Schade. Ich dachte, wir könnten genüsslich sezieren."
Er schnuppert nebenbei. Jolanda reagiert resolut.
JOLANDA: „Komm Alfred, mach dich jetzt dünne!"
Alfred schlägt die Handschuhe in die Handfläche.
ALFRED (sarkastisch):
„Ok, ok. Dann verschwinde ich. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend."
Jolanda knallt die Tür zu und atmet mit der Flasche in der Hand tief durch. Als die Tür sich schließt, grinst Alfred süffisant.
MIGUEL:
„Hat er was gemerkt?"
JOLANDA (sucht seinen Blick, sie stellt die Flasche zu weiteren Utensilien ins Regal, leise):
„Nee, glaube nein. Mir reicht's, wir rufen jetzt die Bullen."
MIGUEL:
„Lass' uns erst mal gucken wer's iss."
JOLANDA (implodiert):
„Bist du völlig durchgeknallt!? Das will ich gar nicht wissen."
Sie geht.
Miguel nimmt das Laken und wirft es ganz nach hinten...

7. Bild Nacht irgendwo
Eine männliche Hand ohne Handschuhe wählt 110 auf einem Telefon.
TELEFONSTIMME:
„Polizeidirektion 5. Was kann ich für sie tun?"

8. Bild Nacht Atelier
Jolanda kommt mit ihrem Handy zu Miguel.
MIGUEL (fassungslos):
„Den kenn' ich nicht."
JOLANDA (tritt panisch näher, sie schaut Miguel an):
„Ich halt' das nicht aus... guck' dir den doch an. Der hat dieselben Wunden ..."
MIGUEL:
„Wie kann jemand so was tun?"
Jolandas Hand. Sie will das Handy einschalten, doch es geht nicht an.
JOLANDA (schreit):
„Das bescheuerte Handy iss tot! Los gib mir deins.
MIGUEL:
„Akku iss leer."
JOLANDA (schreit):
„Dann geh ich jetzt zur Telefonzelle!"
MIGUEL (herrscht sie an):
„Schrei nicht so!"
Ein vehementes Klopfen an der Tür ist zu hören. Die beiden schrecken panisch zusammen. Hinter der Tür stehen Kommissar Röber und ein Polizist.
KOMMISSAR (klopft):
„Machen sie bitte die Tür auf, hier ist die Polizei!"
MIGUEL zögert zur Tür zu gehen. Er ist wie erstarrt.
JOLANDA (verwirrt und verängstigt):
„Was!?"

9. Bild Nacht Atelier
Miguel öffnet die Tür.
KOMMISSAR (lauernd höflich):
„Guten Tag mein Name ist Kommissar Röber."
Er guckt Miguel fragend in die Augen und zeigt ihm seinen Dienstausweis.
KOMMISSAR (lauernd höflich):
„Ich würde gern ihre Leiche inspizieren."
Miguel nickt leicht, kann aber nichts sagen.
KOMMISSAR (zu Miguel fragend):
„Mmh?"
MIGUEL (schaltet):
„Wer hat sie denn benachrichtigt?"
Der Kommissar drückt die Tür auf und betritt den Raum.
KOMMISSAR (mit drohendem Zeigefinger):
„Sie waren es jedenfalls nicht."
(schnuppert, ohne die Leiche gesehen zu haben):
„Ihr toter Freund liegt wohl schon etwas länger hier."
Kommissar und Polizist1 treten ein.
JOLANDA (kommt auf den Kommissar zu, leicht hysterisch):
„Wir sind Künstler, wir haben nichts damit zu tun."
Der Kommissar sieht Jolanda in die Augen und schiebt sich an ihr vorbei. Beim Anblick der Leiche zeigt sich auf dem Gesicht des Kommissars Entsetzen.
KOMMISSAR (routiniert, sarkastisch, streift seine Plastikhandschuhe über):
„Künstler? Folter ist aber keine Kunstform mehr."
(an den Polizisten gewandt)
"Unfassbar, die ganze Mannschaft!"
Die Subjektive des Kommissar führt über die Leiche bis hoch zu den Vorlagenfotos am Metallbord.
KOMMISSAR:
„Jetzt mal schön der Reihe nach. Was ist hier los?"
MIGUEL (verunsichert):
„Ich bin Maskenbildner. Wir ham so ne Art Filmleiche gebaut, die sieht genauso aus wie der..."
JOLANDA:
„... aber mit dem haben wir nichts zu tun. Die hat uns jemand unter geschoben ...!"
KOMMISSAR (mit hämischen Unterton):
„Wer tut denn so was?"
JOLANDA (stockt kurz):
„Keine Ahnung. (hektisch) Wir wollten gerade die Polizei rufen."
KOMMISSAR (sarkastisch):
„Da war anscheinend jemand schneller."
Kommissar wendet sich den Fotos an der Wand zu.
KOMMISSAR:
„Was ist mit den Fotos?"
MIGUEL (erregt):
„Das sind unsere Vorlagenfotos. Das sieht man ja wohl! Mit dem haben wir nichts zu tun!" (zeigt auf die Leiche)
KOMMISSAR schaut sich die Fotos an und tippt auf ein Polizeifoto:
„Und das Polizeifoto."
MIGUEL (muss seine aufkommende Wut bändigen):
„Hab' ich bei 'nem Filmdreh ... mitgenommen."
Der etwas irritierte Kommissar wendet sich der Leiche zu und zeigt zum Skalpell. Er hebt es mit dem Plastikhandschuh an.
KOMMISSAR:
„Wozu benutzen sie das?"
MIGUEL:
„Zum Schneiden von Latex...haut."
(Böser Blick von Jolanda zu Miguel.)
KOMMISSAR (packt das Skalpell in eine durchsichtiges Plastiktütchen):
„Latexhaut. Dann dürfte da ja kein Blut dran sein."

10. Bild Nacht Atelier
Überblendung in das Plastiktütchen eines forensischen Mediziners, in das ein Plastikauge fällt. Die Kamera fokussiert am Spurensicherer vorbei in den Hintergrund des Raumes, eine Sofaecke, wo ein Gespräch zwischen dem Kommissar und den beiden stattfindet. Zwei Mediziner untersuchen die Leiche, ein Polizist inspiziert das Atelier. Ein Diktiergerät steht auf dem Tisch.
KOMMISSAR (sarkastisch, stellt eine kleine Statue von Jolanda auf den Tisch):
„Und Madame sind Bildhauerin, ... also spezialisiert auf unbelebte Natur. Wieso der Interessenswandel?" ...
JOLANDA: (zitternd, aber gefasst)
„Weil es genauso Kunst ist wie meine Skulpturen."
KOMMISSAR (deutet mit Unverständnis auf die Leiche, zu Jolanda):
„Ich sehe da keine Kunst."
MIGUEL (impulsiv):
„Unsre war ne Gummileiche! Kein echtes Folteropfer! Wir schockieren eben mit der Realität."
KOMMISSAR (sarkastisch):
„Das ist ihnen gelungen, junger Mann. Sie haben ihrer Schaffenskraft wirklich freien Lauf gelassen. Wie glaubt ihr kreativer Geist denn ist die Leiche hierher gekommen?"
JOLANDA: (schnell, Sprache überschlägt sich)
„Jemand muss sich unseren Schlüssel besorgt und dann die Leichen vertauscht haben."
MIGUEL (impulsiv):
„Und hat unsere Kunstleiche als Vorbild für seine Perversionen benutzt!"
KOMMISSAR (höhnisch):
„Kreativ. Wirklich kreativ. Ganz schön gemein von dem."
(Er geht durch den Raum zu den Vorlagenfotos) Wo ist sein Motiv?"
MIGUEL (wütend):
„Keine Ahnung! Das ist hier jedenfalls nicht der Tatort!"
KOMMISSAR: „Ja. Und weiter?"
Miguel will impulsiv antworten und kriegt von Jolanda einen unmerklichen Stoß in die Rippen.
JOLANDA (faktisch):
„Hören sie zu. Wir haben hier gestern Abend zusammen gearbeitet! Als ich heute hier rein kam, lag da dieser Tote."
Kommissar schaut Miguel und Jolanda eindringlich an. Spurensicherer1 kommt mit Polaroids zum Kommissar.
SPURENSICHERER 1 (gibt die Fotos dem KOMMISSAR):
„Hier, die ham wir bei der Leiche gefunden."
Der Kommissar schaut kurz drauf und gibt sie an Miguel und Jolanda weiter. Über die Schultern von den beiden sieht man die mit Edding beschrifteten Polaroids (Tag1, Tag2 ...), die den Tod der Leiche dokumentieren.
KOMMISSAR (OFF):
„Haben die ihnen bei ihrer künstlerischen Arbeit weitergeholfen?"
JOLANDA (panisch):
„Nein ... die sind nicht von uns."
MIGUEL (zuerst deutlich, dann wütend):
„Hier verarscht uns jemand. Wir haben keinen umgebracht. Uns interessiert nur die Illusion, nicht die Scheiß-Realität!"
KOMMISSAR (sarkastisch):
„Tja, in der befinden wir uns aber nun mal leider."
zuerst OFF:
„Kommissar, Kommissar ..."
POLIZIST 1 kommt zum Kommissar:
„Im Keller gibts noch ne Leiche ..."
Kommissar blickt auf die beiden. Die sind schockiert.

11. Bild Nacht Keller
Der Kommissar gefolgt von den beiden kommt in den Kellerraum. Durch die Tür flutet Licht von außen. Fotoblitze durchzucken den Raum. Dort hängt eine Leiche über einer Lache von Blut. Ein Polizist ist wartet im Keller.
KOMMISSAR (riecht):
„Haben sie ihre Leichen aufs ganze Haus verteilt?"
Jolanda schiebt sich am Kommissar vorbei und berührt die Leiche.
JOLANDA (erleichtert und energisch):
„Sehen sie, unsere Leiche (tatscht drauf rum) ... Latex, Gummi."
KOMMISSAR (streicht über halb angetrocknete Blut):
„Meine Liebe, ich sehe, dass die Leiche aus Gummi ist! Aber das Blut hier ist echt."
Jolanda reißt die Augen auf und drückt sich erschrocken an die versiffte Wand hinter ihr, weg von der Leiche. Angeekelt stellt sie fest, dass alles von Blut trieft. Sie schaut auf ihre beschmutzten Hände und schreit. Subjektiven von ihr blitzen ein: künstliche Leiche in echter Blutlache.
JOLANDA (dreht sich zu Miguel, weinend):
„Das kann doch alles nicht wahr sein. Was passiert hier?"
KOMMISSAR:
„Gute Frage. Oben liegt eine Leiche, nach dem Vorbild einer Gummileiche zerstückelt. Die Gummileiche liegt hier im Keller am Tatort. Echt gut eingefädelt."
MIGUEL (angegriffen):
„Das ist doch Schwachsinn! Wir erfinden doch nicht so eine Story, wenn wir die Bullen schon im Haus haben!"
KOMMISSAR (souverän zu Miguel):
„Ist alles schon vorgekommen."
Der Kommissar guckt sich die Leiche an, im Hintergrund nimmt Miguel Jolanda in die Arme. Er schaut auf seine blutbefleckte Hand, verschmiert das Blut in seinen Fingern und riecht daran.

12. Bild Nacht Atelier Überblendung zur Hand des Kommissars ohne Blut. Etwas abgesetzte Flüssigkeit aus weißen Blutkörperchen tropft auf seine Finger aus der Flasche mit dem Filmblut in seiner anderen Hand. Im Hintergrund sitzen Polizist1 und die beiden beim einer schriftlichen Aussage. Miguel beobachtet den Kommissar.
KOMMISSAR (bringt die Flasche zum Tisch):
„Schminkt ihr manchmal mit echtem Blut?"
MIGUEL (schreit):
„Was soll die Frage? Das ist Kunstblut."
Miguel will die Flasche auf dem Tisch greifen, der Kommissar ist schneller.
KOMMISSAR (trocken):
„Das gehört mir."
JOLANDA (fasst sich):
„Die hat uns vorhin ein Nachbar vorbei gebracht."
KOMMISSAR (ungläubig, höhnisch):
„Ein Nachbar?!"
MIGUEL (erkennend zu Jolanda):
„Alfred!...Na klar."
KOMMISSAR (sarkastisch, zieht ein Augenlid nach unten):
„Ist Alfred zufällig auch der Gärtner?"
MIGUEL (erregt):
„Das passt doch alles zusammen ... (faucht) Diese Drecksau!"
JOLANDA (tonlos):
„... Alfred wohnt im Vorderhaus."
KOMMISSAR (höhnisch):
„Und dieser angebliche Alfred tut ihnen so etwas an?"
JOLANDA:
„Der iss total krank!"
MIGUEL (kopfschüttelnd, Hände auf'm Kopf):
„Er arbeitet in der Pathologie und hat mich mal rumgeführt. "
JOLANDA (greift Miguel fassungslos an):
„Was hast du gemacht?"
MIGUEL (rastet aus):
„Ich hab niemanden umgebracht und schon gar nicht gefoltert.
(schreit zum Kommissar, zeigt auf gegenüber). Der Scheißkerl wohnt da drüben."
Miguel sieht Alfred am Fenster stehen. Er ist entsetzt.
POLIZIST1 (mit PDA-Handheld):
„Kommissar, wir haben den Toten anhand der Fingerabdrücke identifiziert. Der ist im Vorderhaus gemeldet."

13. Bild Nacht Alfreds Wohnung
Die Wohnungstür wird aufgestoßen. Der Kommissar, Polizist1, Miguel, Jolanda und Polizist2 betreten eine absolut leere Wohnung. Sie gucken sich um.
POLIZIST 1 (mit PDA):
„Sein Name ist Alfred Weinert. Er war hier Mieter."
MIGUEL (verzweifelt, guckt sich in der Wohnung um):
„Wie soll der heißen? Das gibt's doch nicht. Das kann nicht wahr sein, Scheiße!...... nein."
Miguel stützt sich aufs Fensterbrett. Jolanda tritt neben ihn. Der Kommissar winkt Polizist1 zu, der überreicht ihm seine Handschellen. Die Kamera fährt über die Schultern von Miguel und Jolanda über den Hof zum Atelier.
KOMMISSAR (faktisch, zeigt):
„Nix! Nix! Soviel also zum Thema Alfred. Dort drüben in ihrem Atelier!"
MIGUEL (fassungslos):
„Glauben sie wirklich, wir sind so bescheuert, dass wir unser Alibi auf einen Typen stützen, den wir umgebracht haben?"
JOLANDA:
„Kann ich meinen Anwalt anrufen?"
KOMMISSAR (OFF):
„Gute Idee. Willkommen in der Realität." OFF Handschellen werden geschlossen. Blick in das Atelier von Miguel und Jolanda mit der echten, aufgebahrten Leiche als polizeilicher Beweis gekennzeichnet.
Abblende ENDE

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